Großartige Songs unter 2:30 (2)

31. August 2007

Shiny Gnomes – At The Scene, 2:20
(Album “Orange” bei eMusic, Track 7)

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Ein Schweinchen namens Napoleon

31. August 2007

Spiegel Online hat skurille Rechtsfälle gesucht und diesen hier gefunden:

In Frankreich ist es gesetzlich untersagt, ein Schwein “Napoleon” zu nennen.

Aha, “gesetzlich”. Wirklich? Die Behauptung taucht ausschließlich in den einschlägigen “Dumb Laws”Listen auf, die niemals ihre Quellen nennen. Ansonsten: Fehlanzeige. Der Name “Napoleon” wird in den aktuellen französischen Gesetzen nur noch im musealen oder numismatischen Zusammenhang verwendet, von Tiernamen oder sonstigen Beleidigungen steht da nichts (viel Spaß auch bei der Suche nach “empereur” oder “roi”). Zur Beleidigung nach geltendem französischem Recht siehe hier. Der Code Penal von 1810 (englische Version) bestrafte Majestätsbeleidigung (lèse-majesté) nur bei einem Attentat oder einer Verschwörung (complot) gegen das Leben oder die Person des Kaisers (Art. 86). Vielleicht gab es zu Napoleons Zeiten mal ein entsprechendes Gerichtsurteil, aber das wäre erstens wenig überraschend, zweitens kein “Gesetz” und drittens keine Handlungsanweisung für heutige Ordnungs- oder Strafverfolgungsbehörden.

Ob die Redaktion all dies bedacht hat? Hat sie bessere Quellen gefunden? Ich glaube nicht. Die ganze Geschichte ist wohl eher eine urbane Legende – und SPON ist darauf hereingefallen.

Ein klarer Fall von “Recherchophobie“.


Wohin mit den Brötchentüten?

30. August 2007

Wie entsorgt man leere Brötchentüten? Wer das für eine einfache Frage hält, sollte ein Gutachten von Professor Michael Uechtritz abwarten. Hausmüll, Papiermüll oder die gelbe Tonne? Das Grundgesetz als Ausdruck einer objektiven Wertordnung hat natürlich eine Antwort hierauf. Man muss sie nur finden. Für höchstens 20.000 Euro.

Ich werfe meine leeren Brötchentüten immer in den Papiermüll. Die F.A.Z. deutet an, dies könne unzulässig sein, wenn die Tüten voller Fettflecke sind. Ich muss meine alten Zeitungen nochmal untersuchen. Bestimmt finde ich Kaffeespuren.


Großartige Songs unter 2:30 (1)

30. August 2007

They Might Be Giants – Why Does The Sun Shine?, 1:50
(YouTube-Kindervideo)

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Schlimme Selbsterkenntnis aus dem Schwimmbad

29. August 2007

Sport ist gut für die Psyche? Von wegen! Die schlimmsten Selbsterkenntnisse überfallen mich beim Schwimmen. Zum Beispiel diese: Insgeheim bin ich ein Besitzstandwahrer. Ich komme mit Veränderungen nicht zurecht.

Das Schwimmbad meiner Wahl hat ein 50-Meter-Becken, verteilt auf acht Bahnen. Während der Schulzeit wird das Becken quer geteilt, denn auf 16 Bahnen à 25 Metern können mehr Schulklassen und Vereine gleichzeitig trainieren. In der Ferienzeit wird die Trennwand entfernt. Gerade hat die Schule wieder begonnen, die Trennwand ist wieder drin. Und ich denke: “Boh, wie blöd. Jetzt wird das Schwimmen viel weniger Spaß machen.” Das dachte ich auch schon vor sieben Wochen, als die Wand plötzlich weg war. Und am Ende der letzten Ferien, als die Wand plötzlich drin war. Und so weiter. Mein Leben ist hart.


Breakign News: n-tv-Redakteure wechseln zum Bundestag

28. August 2007

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Quelle: hib


Drittmittelprosa

28. August 2007

“Ziel des Programms ist es, mit einem strukturellen Ansatz in der öffentlichen Forschung den Wissens- und Technologietransfer von vornherein als Ziel zu integrieren. Die Förderung fokussiert insbesondere auf die optimierte Nutzung interner Ressourcen, um die Trennung von marktgetriebener industrieller und erkenntnisgetriebener öffentlicher Forschung zu überwinden.”

Das Bundesministerium für Bildung (!) und Forschung erklärt ein neues Förderprogramm.

Hier die Übersetzung:

Unternehmen forschen, um Kunden zu gewinnen, Hochschulen forschen, um Erkenntnis zu gewinnen. Wir möchten, dass sie besser zusammenarbeiten und loben hiermit Geld aus für gute Vorschläge.