Keine Wissenschaft

Ein Fundstück aus der Reihe “Kolportage in der juristischen Fachliteratur”. Die folgende Begebenheit soll sich in Bayern zugetragen haben, Datum und nähere Umstände sind leider unbekannt:

“Ein Professor für öffentliches Recht hatte einen Assistenten, der sich habilitieren wollte, die Arbeit war nach Meinung der Gutachter ausreichend, ein einflussreicher Professor für Strafrecht war aber der Ansicht, das öffentliche Recht sei keine Wissenschaft, und konnte sich im Fachbereich durchsetzen. Der Assistent nahm sich das Leben. Das gleiche Schicksal hatte [sic] zwei weitere. Der vierte wurde habilitiert, das mögliche Schicksal vor Augen war er gezeichnet [sic].”

Quelle: Andreas Reich, Hochschulrahmengesetz – Kommentar, 10. Auflage 2007, § 44, Rdnr. 6a.

Der Stil ist noch entwicklungsfähig. Unklar ist deshalb leider, wieviele tote Assistenten zu beklagen waren: Einer oder drei? Ob der einflussreiche Strafrechtslehrer sich mit seiner These einen Gefallen getan hat, ist ebenfalls zweifelhaft. Zu welchem Teil der Rechtsordnung gehört nochmal das Strafrecht?

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