Fußball, du kannst nach Hause gehn

Gestern nachmittag, an meinem dissertationsfreien Tag, saß ich auf dem Balkon, und wie ich da so sitze und all die fröhlichen Fußballfans betrachte, die gerade zum Spiel gegen Rostock unterwegs sind mit ihren Trikots, Bierflaschen und Fahnen, und ich an meiner Apfelschorle nippe und in Gedanken einen launigen Blogeintrag verfasse, in dem ich von meiner Cottbuser Stadionerfahrung erzähle und davon, dass mir Fußball umso besser gefällt, je weiter ich von den Veranstaltungen entfernt bin, was mir bei der katholischen Kirche übrigens ganz ähnlich geht, als ich also gutgelaunt in die Sonne blinzele und mich freue über den Tag, das Wetter, und das Leben insgesamt, da holt einer von ihnen tief Luft und brüllt aus voller Kehle:

“Juden raus! Juden raus! Geht zurück in euer Land!”

So nicht, Fußball. Das war’s. Ihr könnt absteigen, meinetwegen. Alle.

2 Responses to Fußball, du kannst nach Hause gehn

  1. Cat says:

    Man kann nur hoffen, dass es sich um einen einzelnen betrunkenen Vollidioten gehandelt hat. Schlimm genug. Finde es allerdings unangebracht, Kollektivstrafe “Abstieg des Vereins” zu fordern: möge dem Rufer der Himmel auf den Kopf fallen und den Umstehenden, die nichts dagegen gesagt haben, ebenso.

  2. Franco says:

    Traurig aber viel zu oft leider wahr: Ost-Fußball ohne Faschisten ist wie ein Sado-Maso-Studio ohne Domina…

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