So, 2009,…

31. December 2008

2009

…dann zeig mal, was Du kannst!


Alles hat ein “End”, nur die…

28. December 2008

end

“End” ist ein begehbares Riesenkunstwerk von Gregor Schneider am Museum Abteiberg in Mönchengladbach. Alle drei Minuten wird genau ein Besucher eingelassen, der dann alleine abwechselnd durch völlige Dunkelheit wandelt, seltsame Räume betritt, steile Leitern hinabsteigt und über morbide Plastiken stolpert. “Mysteriös und ein wenig unheimlich” ist es dort drinnen. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Beim Eröffnungsfest am 8. November gab es Bier, Würstchen, Kaffee und rheinische Riemchentorte. Es spielte die Showband des Mönchengladbacher Karnevalsvereins.


Kalt

22. December 2008

“Kalt ist es geworden”, sagt der Taxifahrer. Es ist Mitternacht, leichter Nieselregen, das Thermometer zeigt 8 Grad. Willkommen im Rheinland.


Aber schon am nächsten Tag

19. December 2008

Ich bin diesem Augenblick lange aus dem Weg gegangen und war stolz darauf. Wirklich alles habe ich dafür getan und alle Versuchungen gemieden. Fernsehprogramme blieben ungesehen, Radiosender ausgeschaltet. Statt Einkaufsbummel zu machen, habe ich fast alle Geschenke im Internet bestellt (Entschuldige bitte, lieber Cottbuser Einzelhandel). Länger als gedacht war ich erfolgreich. So lang wie noch kein Jahr zuvor.

Doch heute abend, an der Burger-King-Theke, hat es mich hinterrücks überfallen. Die Rede ist von diesem Lied:

Fastfood ist eben doch ungesund.


Natürliche Bedürfnisse weiblicher Gefängnisinsassen

2. December 2008

Weibliche Insassen der “Justizvollzugsanstalt B.” in Nordrhein-Westfalen dürfen Eigengeld (§ 22 Abs. 3 StVollzG) für Kosmetika verwenden, männliche bisher nicht. Diese Regelung hielt ein Inhaftierter für rechtswidrig und zog vor Gericht. Das Landgericht Bielefeld wies sein Begehren zurück:

Eine Bevorzugung der weiblichen Gefangenen „entspricht dem üblichen Brauch auch außerhalb der Anstalt, da die Erfordernis von Kosmetika bei weiblichen Personen offensichtlich einem erhöhten ‚natürlichen’ Bedürfnis entspricht“.

Das Bundesverfassungsgericht war damit nicht einverstanden. Regelung und Entscheidung, beschloss das Gericht, verletzten den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht aus Art. 3 Abs. 3 S. 1 GG:

Den Angehörigen eines Geschlechts kann die Befriedigung eines Interesses nicht mit der Begründung versagt werden, dass es sich um ein typischerweise beim anderen Geschlecht auftretendes Interesse handele. Von Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG geschützt ist auch das Recht, unbenachteiligt anders zu sein als andere Mitglieder der Gruppen, denen man nach den in dieser Bestimmung genannten Merkmalen angehört.

Das BVerfG verwies die Sache zur erneuten Entscheidung an das LG zurück. Inzwischen kann der Beschwerdeführer überlegen, wofür er demnächst sein Kosmetikgeld ausgibt. In Betracht kommen Rasierer (“so scharf, dass er hinter Gitter muss”) oder Parfum (“Dein Duft hält mich gefangen”).

Dem Beschwerdeführer war außerdem verboten worden,von seinem Eigengeld Telefongespräche zu führen, was den Insassen des benachbarten Frauenhafthauses gestattet war. Das BVerfG sah darin eine weitere Ungleichbehandlung.

Frauen? Kosmetik? Telefonieren? Es ist zu befürchten, dass dieser Beschluss Mario Barths Bühnenkarriere um weitere zwei Jahre verlängert.