“Fühlen Sie sich angesprochen?”

5. August 2009

Das BKA sucht Rasterfahnder mit hoher Kommunikationskompetenz.

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Pullover Nostra

20. May 2008

Sie sind ein innovativer Jurist auf Jobsuche? Die flexiblen Stellen von Berufsethos und Standesrecht sind Ihnen geläufig? Sie wollen das Recht bändigen, statt ihm zu dienen? Esprit macht Ihnen ein Stellenangebot, das Sie nicht ablehnen können. Als “Legal Counselor Europe (m/w)” betreuen Sie unter anderem den Bereich

Global Advertising (unerlaubtes Wettbewerbsrecht)

und “kümmern sich um die Legalität von Werbeinitiativen jeglicher Art”.

Nicht überliefert ist, wie eng Sie mit der Personalabteilung beim Entwerfen von Stellenanzeigen zusammenarbeiten sollen.


Stellenangebot

25. January 2008

Wer will meinen (halben) Job? Jetzt bewerben!


Schlau genug für Google Inc.?

27. September 2007

Wer will einen Arbeitsplatz bei Google? Er oder sie sollte diese Frage beantworten können:

In einem Dorf leben 100 Ehepaare. Jeder Mann in diesem Dorf hat seine Frau betrogen. Jede Frau in dem Dorf erfährt sofort, wenn ein anderer Mann als ihr Ehemann seine Frau betrügt, erfährt aber nicht, wenn ihr eigener Mann sie betrügt. Im Dorf ist Ehebruch gesetzlich verboten, und jede Frau, die beweisen kann, dass ihr Mann untreu war, muss ihn am noch am selben Tag töten. Die Dorfbewohnerinnen würden dieses Gesetz niemals missachten. Eines Tages kommt die Königin des Dorfes und verkündet, mindestens ein Ehemann sei untreu gewesen. Was geschieht?

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die richtige Lösung weiß. Hier (oder auch hier) stehen weitere Fragen aus den Einstellungstests – auf Englisch. Die Übersetzung ist von mir.


Wie ich einmal fast in einer Großkanzlei gelandet wäre

17. September 2007

Es war in einer dieser Städte, die wie ein einziges großes Büro aussehen. Eine Großkanzlei hatte zum Vorstellungsgespräch geladen. Warum mich, den Öffentlichrechtler? Sie suchten jemanden für die Inhouse-Beratung bei einer Bundesbehörde, und ich war ihnen empfohlen worden. Der Associate, der bisher alleine damit betraut war, wurde mit dem Arbeitspensum nicht mehr fertig. Nach einem niederschmetternden Assessment-Center-Erlebnis kurz zuvor freute ich mich über die Einladung.

Da saß ich im Foyer, griff mir eine Zeitung und wartete. Ungefähr zehn Minuten dauerte es, dann holte mich ein blasser, nervöser Mittdreißiger ab – der überbelastete Associate. Seine Begrüßung: “Ach, ich sehe, Sie vertreiben sich die Zeit mit der F.A.Z., wie schön. Ich komme ja gar nicht zum Zeitung lesen, höchstens mal im Flugzeug, aber da muss ich auch meistens arbeiten.” Der Mann war ganz offensichtlich ein As im Small-Talk.

Der Märtyrer-Associate führte mich dem Partner vor, der das Sagen hatte, und der, wie ich neulich gelernt habe, “Hiring Partner” heißt. Der war freundlich und gelassen und hatte offensichtlich mehr Zeit. Nach etwa eineinhalb Stunden wurde das Gespräch in einem nahen Restaurant fortgesetzt, den Märtyrer nahmen wir mit. Dort wurde es lockerer, das Gespräch drehte sich um irgendwelche kulturellen Dinge, Bildungsbürger-Blabla. Offenbar wollte mein Gegenüber herausfinden, ob da ein Fachidiot vor ihm saß. So warfen wir uns gegenseitig unser feuilletonistisches Halbwissen an den Kopf und versuchten geistreiche Bemerkungen, gelegentlich unterbrochen vom Märtyrer-Associate, der noch einmal auf seine Arbeitsbelastung aufmerksam machen wollte.

Meine Vorstellung war wohl gut genug. Am Schluss eröffnete mir der Partner, ich hätte ihn überzeugt, er würde meine Einstellung befürworten. Allerdings müsste noch der Partner zustimmen, dem ich dann zugeteilt wäre. Der saß in der Stadt, die manchmal wie ein einziger großer Hundehaufen riecht. Ich vereinbarte einen Termin für die kommende Woche.

Dazu kam es aber nicht mehr. Einen Tag vor dem Termin stellte ich mich bei jenem Arbeitgeber vor, bei dem ich heute beschäftigt bin, und wurde eingestellt. Der Großkanzlei sagte ich ab. Jetzt arbeite ich seit zwei Jahren an einer Universität, bekomme sehr viel weniger Geld, habe sehr viel mehr Zeit, lebe in Frieden mit meinen Kollegen und feile an meinem wissenschaftlichen Ruf. Natürlich kann ich verstehen, dass sich jemand anders entscheidet, vielleicht des Geldes wegen, vielleicht, weil er sich bessere Arbeitsbedingungen erhofft: Eine Sekretärin, ein schickes Arbeitszimmer, einen vollen Kühlschrank im Büro! Ich habe andere Prioritäten. Meine Absage habe ich nicht bereut.